„In a time of hate Love is an act of resistanceIn a time of fear
Faith is an act of resistance.
In a time of misinformation Education is an act of resistance
In a time of poor leadership
Community is an act of resistance
In a time like this.
Joy is an act of resistance
Resist. Resist. Resist.“
Loryn Brantz zur Inauguration Trumps, 2025
Zum Lied: Michael Tippett schrieb das Oratorium „A Child of Our Time“ als Antwort auf die Schrecken der Nazizeit. Michael Tippetts Oratorium A Child of Our Time (1939–1941) thematisiert Unterdrückung, menschliches Leid und die Hoffnung auf Versöhnung, inspiriert vom Schicksal des jüdischen Jugendlichen Herschel Grynszpan und den Pogromen der Nationalsozialisten.
A Child Of Our Time wurde 1944 in London uraufgeführt und gilt als eines der bedeutendsten Oratorien des 20. Jahrhunderts. Es wird häufig in politischen und sozialen Kontexten aufgeführt, um an den Wert von Frieden und Menschlichkeit zu erinnern.
Ich habe mich für den 3. Teil des Oratoriums entschieden, das Lied „The Cold Deepens“, weil es die Frage aufwirft, welche moralischen Konsequenzen wir aus dem, was geschehen ist, ziehen.
Mehr denn je – erst recht heute – passt dies. Heute, zum 80. Jahrestag der Befreiung aus Auschwitz. Heute, am Holocaust Gedenktag. Heute mehr denn je. Ich hoffe, dass wir es noch schaffen, echte Konsequenzen zu ziehen. Den Rechten keinen Millimeter lassen. Verantwortung tragen. Für immer. Schaue ich auf Ereignisse und Aussagen in der Welt, ja hier in Deutschland, zweifle ich mehr denn je.
Aber so, wie A Child Of Our Time mit Hoffnung endet, soll auch dieser Artikel mit Hoffnung enden.
Trotz des ernsten und düsteren Themas betont Tippett, dass die Menschheit immer die Fähigkeit hat, Hoffnung und Licht zu finden:
„I would know my shadow and my light,
So shall I at last be whole.
Then courage, brother, dare the grave passage.
Here is no final grieving, but an abiding hope.
The moving waters renew the earth.
It is spring.“ (M. Tippett: Part III. A Spiritual. Deep river.)



